Kultursommer Krumpendorf

/images/doku/Klimagipfelfolder.pdf„Ich war im Sommer nicht weg, ich habe hier in der Waldarena eine Weltreise gemacht!“

Eigentlich war Charlie Chaplin als roter Faden des Kultursommers vorgesehen. Sein Film „der große Diktator startete vor 80 Jahren in den Kinos. Seine Aktualität hat er leider nicht verloren, man denke nur an die abstrusen „Volksverführer“, die gerade den Planeten Erde unsicher machen. Das Genie Charlie Chaplin war eben nicht nur der Tramp, er war auch Komponist und spielte sehr gerne Cello. Das war auch der Grund warum heuer viele CellistInnen zu Gast waren.

Dann kam der Corona Virus und die KünstlerInnen hatten kaum Auftrittsmöglichkeiten.  Wir sagten uns: „OK – andere halbieren, wir verdoppeln!“ Ein LIVE – Auftritt ist die Essenz der Künstler und die Atmosphäre in der Waldarena ist „einmalig“. Und siehe da: Über den Sommer hörten schätzungsweise mehr als 5000 Leute die Konzerte! Mehr Leute waren in der Waldarena als beim Carinthischen Sommer.

Trotz der Unsicherheiten in Folge der COVID-19 Pandemie waren in Summe waren über 100 MusikerInnen bei über 40 Veranstaltungen beim Kultursommer in Krumpendorf auf Besuch. Es gab viele magische Momente und oftmals „Standing Ovations“. Wie schon in den Jahren zuvor war es uns ein Anliegen alle Musikstile möglichst unplugged zu präsentieren. Das Zuhören stand im Mittelpunkt, nicht das „meet and greet“! Der Erfolg gab uns Recht, denn für die meisten – und darunter waren viele sehr angesehene Musikerinnen - war das Konzert in der Waldarena „das Highlight des Sommers“!!!

Über den Sommer hörten schätzungsweise mehr als 5000 Leute die Konzerte. Durch den freien Eintritt – nur die Registrierung mit Namen und Telefonnummer war verpflichtend – kam es zu einer äußerst vielfältigen sozialen Durchmischung des Publikums.* Ob Touristen, Einheimische, Jung und Alt, Asylwerber oder CEOs alle waren willkommen – die Atmosphäre in der Waldarena war für alle „einmalig“.

Die Waldarena liegt gut versteckt ganz nah am See - somit ist keine Lärmbelästigung für Anrainer gegeben. Der Bahnhof bzw. die Bushaltstelle sind 300 Meter entfernt und mit dem Fahrrad ist man über den Radweg in zwanzig Minuten in Klagenfurt. Ideale Voraussetzungen für „Green Events“. Der Kultursommer in Krumpendorf ist aber viel mehr als ein „Green Event“. Auf vielfältige Weise werden die gesellschaftspolitischen Problemstellungen des Klimawandels angesprochen. Denn „Klimaschutz“ bedarf nicht nur technokratischer Problemlösungen. Genauso wichtig ist die Frage: „Wie organisieren wir das Zusammenleben der Menschen auf Basis der Menschenrechte? Ob für Klimaschutz oder gegen Rassismus - Kultur schafft die Möglichkeit eine emotionelle Bindung aufzubauen, um Lösungen für an sich schwierige Themen zu finden. So wurde des Öfteren die „Klimazeugen“-Ausstellung an den Ästen der Bäume der Waldarena aufgehängt.

Die Fairpflegung mit Speis & Trank war 100% „Bio & Fair“ und wurde von Ein- und Mehrheimischen zubereitet. Ob syrische Flüchtlingsfamilien oder Kärntner Craft-BIO-Beer-Brauer, die die Fairsorgung sicherstellten - das Menu für eine bessere Welt war immer frisch, fleischlos und aus gerechtem Welthandel. Bio & faire Esskultur dient dem Klimaschutz, der Einhaltung der Menschenrechte, der artgerechten Tierhaltung und natürlich unserer Gesundheit.

So war es uns eine Ehre, dass wir auch das Jubiläum von 40 Jahre Weltladen Klagenfurt in der Waldarena feiern durften. Das Klimabündnis, das vor 30 Jahren gegründet wurde, definierte sich 1995 mit folgendem Spruch: „Damit`s im Herzen wärmer wird und nicht in der Atmosphäre!“ – Ein Spruch der seine Gültigkeit nicht verloren hat.

Besonderer Dank gilt der Gemeinde Krumpendorf namentlich Bgm. Hilde Gaggl, GV Irmgard Neuner, GR Maureen Devine, GV Manfred Bacher und dem Land Kärnten namentlich LRin Sara Schaar und LH Peter Kaiser ohne deren finanzieller Unterstützung ein „Kultursommer“ dieser Art nicht möglich wäre. Und last but not least Hans Peter Premur, der als Pfarrer immer hilfreich zur Seite steht. Renate Messner & Harald Grave von Lust auf Gerechtigkeit waren immer zur Stelle und ohne Andreas Strasser, der im Akkord die Plakate gestaltete, hätte gar nichts funktioniert. Hiltrud Presch und Francesca Biasiol vom Tourismusbüro waren das Rückgrat und reagierten selbst bei kurzfristigen Änderungen zu jeder Tageszeit in Windeseile. Christian Waltl, Omar Alrahbran, Ahmed Ibisch, Alia & Aigul Salmhofer, Irmgard Ceesay, Elam Ismael, Delim Ismael, Abulbaki Ismael, Nurzhemal Torokulova, Zhazgul Atabaeva, Monika Fitzinger und viele mehr sorgten für das ganze Drumherum.

Auch abseits der Veranstaltungen kam es zu vielen schönen Begegnungen und spontanen Hilfeleistungen. So gestaltete Martin Zechner die Tür zur Höhle. Da die Bühne zu Beginn nur mit einer Wohnzimmer-Stehlampe und drei Leuchten aus dem Baumarkt ausgestattet war, wurden uns aus Wien vier Bühnenscheinwerfer gratis geliefert.

krumpendorf:kultur ist eine Kooperation von Lust auf Gerechtigkeit • KHG • Referat für Schöpfungsverantwortung • Bio-Austria - Kärnten • Weltläden • Land Kärnten • Klimabündnis Kärnten • Bio Bäckerei Nadrag • Gemeinde Krumpendorf • Buchhandlung Heyn

Eine namentliche Aufzählung verdeutlicht die Vielfalt der Künstlerinnen: Klaus Ambrosch & Mamadou Diabate, Slam Poetry, Markus Stolberg, Christian Hölbling, Clemens Sainitzer & Philipp Erasmus, Marie Spaemann, Trio Infernale mit Christian Bakanic-Jörg Haberl-Christian Wendt, Christian Hölbling, Marco Tamayo, Freya Wippich, Jörg Seidel & Ines Reiger Jörg Seidel & Sabine Neibersch, trio de janerio  mit Georg Gratzer-Thomas Mauerhofer-Raphael Meinhart, Primus Sitter – Jon Sass – Boris Uran, Klaus Paier & Asja Valcic, Alegria Geral, swinging strings, ROTE NASEN CLOWN CIRCUS, Fabio Moser, etc. (siehe vollständige Aufzählung anbei)

* Die Spenden wurden zu 100 % den MusikerInnen überreicht.

Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen motivierten das Klimabündnis Kärnten gemeinsam mit „Lust auf Gerechtigkeit“ den Krumpendorfer Kultursommer abzuhalten ohne auf Förderungen anzusuchen – dazu war keine Zeit mehr.

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