Die Gemeinde Alpbach ist nicht zuletzt aufgrund Europäischen Forums Alpbach, das sich mit wesentlichen Zukunftsfragen und europäischer Zusammenarbeit beschäftigt, international bekannt. In diesem Sinne setzte auch die Mittelschule Alpbach in den letzten zwei Schuljahren zahlreiche Aktivitäten zu diesen Themen um. Im Rahmen des „Zukunftschecks“ haben Schüler:innen eigenständig über Checklisten die Themen Klimaanpassung, Boden Biodiversität, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Mobilität bearbeitet und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet. Mehrere Workshops zu den Themen rundeten das Programm ab. Auch zwei Treffen mit der Sterzinger Mittelschule IPC Vipiteno, jeweils einmal in Alpbach und einmal in Sterzing, förderten den grenzüberschreitenden Austausch innerhalb der Europaregion Tirol.
Am 08. Juli 2026 folgte nun ein weiterer Schritt: Der Beitritt zum Klimabündnis.
Beim Beitrittstermin, der von zwei Schülern auch musikalisch begleitet wurde, begutachteten die Gäste auch gleich die neuen „Alpin-Hochbeete“ an der Schule, die von den Ökolog:innen aus allen Klassen präsentiert wurden.
Klimabündnis Obmann und Landesrat für Umweltschutz und Verkehr René Zumtobel freute sich besonders über das wachsende Klimabündnis-Netzwerk in der Gemeinde:
„Neben der Gemeinde selbst sind nun auch alle Alpbacher Schulen und Kindergärten Teil des Netzwerks und setzen sich mit vereinten Kräften für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein. Dies sogar wörtlich genommen – von 88 Schüler:innen kommen 58 mit dem Rad zur Mittelschule. Damit wird aktiv die Zukunft mitgestaltet!“
Auch Johann Wegscheider, Direktor der Mittelschule, hebt die Bedeutung für die Gestaltung der Zukunft hervor:
„Im Dorf der Denker dürfen wir über die Zukunft nicht nur nachdenken – wir müssen sie auch aktiv säen. Die Aufnahme ins Klimabündnis ist für uns Auszeichnung und Auftrag zugleich: Wir machen die alpine Natur zu unserem wichtigsten Klassenzimmer, damit aus den Samen, die wir heute in unseren Hochbeeten pflanzen, das nachhaltige Bewusstsein für die Welt von morgen wächst. Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern gleichzeitig das starke Rüstzeug mitgeben, um als verantwortungsvolle Gestalter das Klima und unsere Erde zu schützen.“
Nach einem von Erstklässler:innen vorgetragenen Gedicht zum Klimawandel ergänzte Bürgermeister Markus Bischofer, der Beitritt zum Klimabündnis sei ein konsequenter Schritt:
„Eine Besonderheit der Mittelschule Alpbach ist deren Ökologieschwerpunkt. Die Projekte verbinden Naturerlebnis, Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und binden die Schüler:innen aktiv ein. Auf das besonders engagierte Team der Mittelschule mit ihren Schülerinnen und Schülern können wir als Gemeinde Alpbach stolz sein.“
In Tirol sind dem Klimabündnis bisher über 80 Bildungseinrichtungen beigetreten. Neben den Bildungseinrichtungen können sich auch Betriebe und Gemeinden dem Klimabündnis anschließen. Die Gemeinde Alpbach als besonders aktive Klimabündnis-Gemeinde bietet den idealen Rahmen für Klimaschutz-Projekte vor Ort. Mit über 1.000 Gemeinden ist das Klimabündnis das größte kommunale Klimaschutz-Netzwerk Österreichs.
Der ZukunftsCheck ist Teil des von der EU kofinanzierten und vom Land Tirol geförderten INTERREG VI-A Italien-Österreich-Projekts „Mobility For Future“.
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