Klimabündnis Partnerschaften

Global denken, lokal handeln. Ganz nach diesem Motto unterstützt das Klimabündnis mit seinen Gemeinden, Betrieben und Schulen sowie Kindergärten Menschen auf anderen Kontinenten. Der Schwerpunkt liegt auf zwei Partnerschaften in Brasilien und Kolumbien.

Foto: Klimabündnis Österreich

Partnerschaft am Rio Negro (Brasilien)

Seit 1993 besteht die Partnerschaft österreichischer Klimabündnis-Gemeinden, -Städte und -Länder mit indigene Völker am Rio Negro in Brasilien. Die Unterstützung der indigenen PartnerInnen erfolgt direkt und indirekt in dreierlei Weise – ideell, politisch und finanziell. In diesem Sinne unterstützen auch Klimabündnis-Betriebe und -Bildungseinrichtungen die indigenen Völker am Rio Negro.

Die Kooperation mit der regionalen indigenen Organisation FOIRN, dem Dachverband der indigenen Völker am Rio Negro, garantiert die nachhaltige Umsetzung von Regenwaldschutz und nachhaltiger Entwicklung am Rio Negro, einem Seitenfluss des Amazonas. Durch die Sicherung der Region als indigenes Territorium wurde ein Regenwaldgebiet von über 11 Millionen Hektar dauerhaft geschützt. Ein Lebensraum, der mit 122.000 km² größer ist als Österreich und Slowenien zusammen.

Seit Beginn wird die Partnerschaft von HORIZONT3000, der Österreichischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit mitgetragen, begleitet und abgewickelt.

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Foto: Klimabündnis Vorarlberg

Partnerschaft mit dem Chocó (Kolumbien)

Seit 1993 besteht die solidarische Partnerschaft der Vorarlberger Klimabündnis-Gemeinden und des Landes Vorarlberg mit den Menschen im Chocó. Zu Beginn wurde es als Autonomieprojekt gestartet und bot den ansässigen Indigenen und SchwarzkolumbianerInnen besonders in rechtlichen Fragen der territorialen Ansprüche erfolgreiche Unterstützung für einen Prozess der Selbstbestimmung. Auch nach dem offiziellen Ende des militärischen Konflikts zwischen Regierung und FARC Rebellen im Herbst 2016 ist die Situation im Chocó anhaltend schwierig. Große staatliche Bergbaupläne drohen nun neue Konflikte in der Region auszulösen, während die Armutsrate von über 60% weiterhin eine der allerhöchsten in ganz Kolumbien ist.

Aktuell wird mit verschiedenen lokalen Partnern an der Umsetzung von Projekten im Bereich Bildung, Umwelt- & Naturschutz sowie ökologische Landwirtschaft gearbeitet. Die Menschen werden dabei unterstützt, ihren eigenen Lebensraum im Einklang mit der Natur zu bewirtschaften und den unzähligen äußeren Bedrohungen für ihre Umwelt, wie Zerstörung des Regenwalds oder Wasservergiftung durch Bergbau dauerhaft Einhalt zu gebieten. Durch die Schaffung neuer Perspektiven für die junge Bevölkerung wird der Landflucht entgegengewirkt. Gemeinsame Petitionen mit der Diözese Quibdó und die Beteiligung an friedensstiftenden Initiativen stellen die politische Dimension der Arbeit von Klimabündnis Vorarlberg dar.

Unsere Partner werden bei der Umsetzung von Projekten vor Ort durch zwei lokale Projektbegleiter betreut, deren Aufgabe es ist die einzelnen Kommunen in regelmäßigen Abständen zu besuchen und zu unterstützen. Von Vorarlberg aus ist der Projektkoordinator die Verbindung zwischen Projektbeteiligten und Vorstand des Vereins.

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